Taganana

Anreise
Auf dem Weg nach Taganana führt die Zufahrtsstrasse TF-112 nach Norden über das Anaga-Gebirge. Ab der Abfahrt des Gebirgspasses bis nach Taganana sind es rund 14 km, auf den letzten 6 km geht es mit einem Gefälle von 16% steil hinab. In der zerklüfteten Bergwelt das an seinem höchsten Gipfel, dem Taborno, 1024m hohen Anaga-Gebirges war der Strassenbau sicherlich nicht einfach. Die Gemeinde erstreckt sich an der Nordostküste über mehrere Hügel. Für Familien mit schulpflichtigen Kinder ist dieser Ort nicht sehr atraktiv, den die Kinder müssen eine täglich stundenlange Fahrt zur Schule auf sich nehmen. Selbst die medizinische Versorgung ist nur von ausserhalb möglich.

Die Gemeinde: Taganana
Die Spanier entwickelten den Ort im 16 Jh. zu einem Zentrum des Zuckerrohranbaus. Heute werden an den terrasierten Hängen und zwischen den Häusern Wein angepflanzt, der auf der Insel sehr begehrt ist. Die größte Einnahmequelle der Bewohner ist und bleibt der Tourismus.

Essen & Trinken
Trotz des Touristenansturms bietet die örtliche kanarische Küche eine erstaunlich gleichbleibende gute Qualität. Zu erwähnen sind die Lokale: "Xiomara", "Casa Pepe", "Bar Playa". Die Speise- karte bietet neben Fleisch-, Fisch- und Reisgerichten auch tüpisch einheimische Küche mit Ziegen oder Kaninchenfleich und Runzelkartoffeln.

Vegetation
Subtropische Gewächse. Baumerika und Lorbeer gedeihen hier in perfekter Mischung. Für nordeuropäische Touristen ist diese vielfalt der Kakteenarten verblüffend.

Klima
Vom Ausichtspunkt El Bailadero, was mit "Hexen- tanz" übersetzt werden kann, bietet sich von dieser Passhöhe ein hinreissendes Panorama der Nordküste. Allerdings nur, wenn die "Hexen" nicht tanzen wie die Tinerfenos sagen. Dann nämlich, wenn sich Wolken über und unter dem Bergkamm auftürmen und vom Wind in wildem Regen durcheinandergewirbelt werden. Dann ist nämlich warer "Hexentanz" als Naturschauspiel zu sehen. Dieses berüchtigte Naturpfänomen kommt plötzlich und unerwartet.

Sehenswürdigkeiten
Sehenswert ist die Pfarrkirche "Nuestra Senora de las Nieves y San Blas". Die dreischiffige Basilika des 16 Jh. wird von Rundpfeilern aus rotem Vulkanstein gegliedert. Die Apsiszone beherrschen drei raumhohe Altarwände. Der kostbarste Schatz der Kirche ist an der rechten Seitenschiffwand zu finden: ein kleines Triptychon, das ein unbekannter flämische Maler Ende des 16 Jh. geschaffen hat.

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