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Die Insel Bornholm ( in mitten der Ostsee ) und ihrer 17km nordöstlich liegenden zwei Inseln, gehören zum dänischen Königreich.
Mit ihren 587 Quadratkilometern ist die Insel nicht sehr groß, bietet aber eine so abwechslungsreiche Natur, dass man kaum ihres gleichen
findet. Entlang der ca. 150 km langen Küste, wechselt die Szenerie von zerissenen Felsenküsten zu milderen und sanften Formen,
bis sie in kilometerlange Sandstrände und Dünengebiete übergeht. Europas feinsten und reinsten Sand findet man an Bornholms Badestränden.
Die Wälder der Insel bieten zahlreiche Möglichkeiten für Wanderungen, die einen bleibenden Eindruck von Grossartigkeit, Schönheit und Ruhe
geben. Gern hätte ich ausführlicher über unseren schönen und unvergessenen Urlaub auf dieser Insel berichtet, aber aus verschiedenen Gründen
bleibt mir nur diese kurze und unzureichende Schilderung.
Bild 1, Insel Bornholm mit den 17km nordwestlich gelegenen
Inseln "Etholmene" ( zu deut. "Erbseninseln")
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Bild 2, Freibad auf dem Campingplatz |
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Angereist waren wir, über die Fährverbindung Sasnitz/Rönne, mit dem PKW. Unser Urlaubsquartier war ein
Bugalow auf einem Campingplatz in Nähe der Kleinstadt Hasle. Dieser Campingplatz bietet neben einem
Freibad (Bild 2 ) Waschräume mit seperaten Duschkabinen, gute Küchenverhältnisse, Aufenthaltsraum mit
TV, Spiel und Grillplatz, E-Anschlüsse, u.s.w. Der gut sortierte Minimarkt hat lange Öffnungszeiten und jeden
Morgen frische Backwaren. Es können dort auch u.a. Fahrräder, TV, Geschirr, Bettdecken, Bettwäsche und
Kissen gemietet werden. Der Platz liegt zentral im Verhältnis zu den Sehenswürdigkeiten der Insel. Man
geht nur wenige Minuten zu einem der besten Badestrände Bornholms oder den bekannten Herings-
räuchereien.
Hoch über der Ostsee, auf dem 74m hohen Klippenplateau liegt Nordeuropas grösste Schloßruine -Hammershus-.
Das Baujahr der Burg ist nicht genau bekannt, man nimmt aber ca. 1255 als Baujahr an, wegen der ständigen Fehden zwischen der Kirche und dem
Königshaus.
Die Burg war ein Zeichen der Oberhoheit über die Insel und wurde auch zur Aufbewahrung der eingezogenen Steuer
benutzt.
In den folgenden Jahrhunderten wechselte die Burg häufig ihren Besitzer, manchmal nach jahrelanger Belagerung.
Schon im 16. Jahrhundert wurde über den schlechten Zustand der Burg berichtet.
Die Entwicklung der Artillerie hatte zur Folge, dass die Burg an millitärischer Bedeutung verlor, da ihre Kanonen veraltet waren.
Ihr Abstieg begann mit dem Dasein als Staatsgefängnis und Kaserne für die Garnision der Insel.
1743 verliess der letzte Inselkommandant Hammershus, damit wurde die Burg ganz aufgegeben.
Ab da an, war die Burg eine Stelle, an der man Baumaterialen holte bis sie 1822 unter Denkmalschutz gestellt wurde.
Heute werden ständig Instandhaltungsarbeiten an der Ruine durchgeführt, da das Mauerwerk bisher ungeschützt dem Wetter ausgesetzt war.
Die Brücke zur Burg ist Dänemarks einzige erhaltene Brücke aus dem Mittelalter.
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Bild 20, Die Schlossruine Hammershus ( von der Seeseite ) |
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-Braendesgardshaven- Ein Freizeitpark besonderer Art. Auf der rund 55.000 qm großen Anlage, befindet sich eine Mischung aus
einer weitläufigen schönen Parkanlage mit wechselnden Blumenarragements, Zoo, Kinderspielplätzen mit Karussell, Schwebebahnen,
Wasserrutschen, Bowling, kleinen Seen zum Ruderboot fahren usw.
1975 erhielt dieser Park eine internationale Auszeichnung für diese großartige Parkanlage. In der Hochsaison gibt es jeden
Nachmittag Unterhaltung auf der Freilichtbühne und im Restaurant, das die größte Tanzfläche der Insel hat.Hier finden die verschiedenesten
Musikveranstaltungen statt. Am Abend ist der Park erleuchtet und die Ruderboote laden zu einer romantischen Bootsfahrt ein.
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-Ertholmene- ist eine kleine Inselgruppe, ungefähr 17 km nordöstlich von Bornholm entfernt. Bestehend aus der Insel
Christiansoe und Frederiksoe, die Vogelschutzinsel Graesholmen und einer Reihe grösserer und kleinerer Felsenschären.
Im Frühjahr 1684 betrat der norwegische Festungsarchitekt Oberst Coucheron an der Spitze zweier Kompanien Ingenieursoldaten die schroffen Klippen
der "Ertholmene" ( deut. "Erbseninseln" ), die Bornholm vorgelagert sind.
Sie waren vom dänischen König Christian V dazu ausersehen worden, auf ihnen eine weitläufige Festungsanlage auf der kleinen Inselgruppe zu errichten.
Als Baumaterial benutzten sie grösstenteils Granit, der an Ort und Stelle gebrochen wurde.
Die so enstandenen Steinbrüche wurden zu Zisternen, die noch heute die einzige Trinkwasserversorgung auf der Insel sind.
Viele Jahre vergingen bis die letzten Gebäude und Festungsanlagen fertig, und die letzten Mauern in mühevoller Arbeit errichtet waren.Somit hatte
Dänemark eine uneinnehmbare Festung, die keiner anzugreifen wagte.
Selbst der russische Zar "Peter der Große" besuchte die Inselfestung am 21. August 1716.
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Die Insel wurde damals als Basis der Karperer benutzt. Dies ärgerte die Engländer so sehr, dass sie die Insel am 24. Oktober 1808 mit 8 Kriegsschiffen angriffen. Diese Feuertaufe hat gezeigt, daß die Bewaffnung der Festung zu dieser Zeit restlos veraltet war.
Die überlegene Feuerkraft der engl. Kriegsschiffe hätte nach 5 stündigem Bombardement für sie ein leichter Sieg sein können aber
ein schwerer Sturm beendete die Kampfthandlungen und die englische Flotte verzichtete auf eine Besetzung der Inseln.
Die englischen Kanonen richteten großen Schaden an und 7 dänische Soldaten verloren ihr Leben, unter ihnen der damalige Kommandant Johann von Kohl. Die Schäden wurden ausgebessert und die Anlage vergrößert.
Aber dieser britische Angriff hatte gezeigt, dass die Zeit der uneinnehmbaren Festungen vorbei war.
Durch einen Beschluss des Königs, wurde am 2. Mai 1855 Christiansue als Festung aufgegeben, und im Jahre 1883 verließen die letzten Truppen die
Insel.
Die Festungsinsel Christiansoe wurde in den folgenden Jahren als Verbannungsinsel für überwiegend politisch unbequeme Personen degradiert. Zur Zeit leben auf der Inselgruppe ca. 120 Personen.
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