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| Transsilvanien (auch Siebenbürgen genannt)- wörtlich übersetzt
"jenseits des Waldes"- wird von den dicht bewaldeten Karpaten wie ein riesige, von der Natur geschaffene Burg umschlossen.
"Erdely", Waldland, nannten die Ungarn die Landschaft, als sie im Jahr 1104 das von Drakern besiedelte Gebiet eroberten.
Die im 12. Jahrhundert von Reihn und Mosel herbeigerufenen deutschen Kolonisten bauten solide Städte nach heimischem Vorbild und hatten bald als Händler und Handwerker die Nase vorn. Die erfolgreichen "Saxones", aus denen Sachsen wurden, gaben ihrer neuen Heimat den Namen Siebenbürgen - nach den sieben ehemaligen Wehrburgen in Herrmannstadt, Mühlbach,Broos, Reußmarkt, Leschkirch, Schenk und Reps. Inzwischen verfällt das sächsische Erbe an vielen Stellen und auch an deutschsprachiger Bevölkerung ist nur noch eine verschwindend kleine Minderheit vorhanden. In dem Ort Biertan, zu deutsch Birthälm, nicht weit von Medias entfernt ist eine gut erhaltene trutzige Kirchenburg aus dem 15. Jahrhundert zu sehen. Mehr als 300 Jahre war sie Sitz des evangelischen Bischofs von Siebenbürgen, bis dieser dann nach Brasov (Kronstadt) verlegt wurde. In Brasov, sind die wenigen noch verbliebenen deutschsprachigen Protestanten stolz auf ihre schwarze Kirche. |
![]() Transsilvanien / Siebenbürgen |
| Das inmitten waldiger Hügel versteckte Sighisoara wird gern als rumänisches "Rothenburg" vermarktet. Tatsächlich lebt in keiner anderen Stadt Siebenbürgens die altsächsische Atmosphäre so ungebrochen auf wie in Schäßburg - so der deutsche Name. Denn die spätmittelalterliche Festung mit der gotischen Kirche, der Burganlage, ihren Wehrtürmen und den Wohnhäusern ist das einzige intakte Ensemble dieser Art. Fast vollständig restauriert, überragt die Oberstadt mit der Burg inzwischen wieder stolz die Unterstadt. In der einstigen Hauptstadt Siebenbürgens (Schäßburg) soll das historische Vorbild Draculars, der Walachenfürst Vlad Tepes, im Jahr 1431 geboren sein. Im angeblichen Geburtshaus kann heute gespeist werden. Währen seiner Herrschaft wurde der Fürst für die Region zum Inbegriff von Schrecken und Willkür,- und einige Jahrhunderte später durch den Roman von Bram Storker auch für den Rest der Welt.In der Altstadt von Sibiu - zu deutsch: Herrmannstadt - muten die zahlreichen Dachluken vieler Bürgerhäuser wie verschlafene Augen an. In Herrmannstadt lebten die meisten Sachsen. Ihr Einfluss ist nach wie vor allgegenwärtig. Häuser wie das Petrus-Haller-Haus, Türme, Gassen, Hinterhöfe, Plätze und das Palais des ehemaligen Stadthalters Samuel von Brukenthal erinnern an wohlhabende Zeiten. | ![]() Rumänien |
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